Rückblick auf Veranstaltungen des Hauses (Auswahl)

Buchtitel

Die Vortragsreihe des Wegemuseums beginnt mit einer Buchvorstellung:

"Mehr als eine Provinz" - Widerstand in Brandenburg 1933-1945

Buchvorstellung von Dr. Hans-Rainer Sandvoß, Berlin

Freitag, 22. April um 19 Uhr, Galerie Alter Laden

Eintritt: 5 EUR (nach Ermessen)

 

Der Widerstand gegen das NS-Regime sei, so ist mitunter zu hören, ausgeforscht. Eine Gesamtdarstellung des facettenreichen Widerstandes aus der Arbeiterbewegung in der preußischen Provinz Brandenburg hat indes lange gefehlt. Nun wird diese Lücke durch Hans-Rainer Sandvoß geschlossen. Sein Buch beginnt mit einer Beschreibung des Kampfes des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold um den Erhalt der ersten deutschen Demokratie. Hunderte von Arbeitern riskierten dabei ihre Gesundheit und ihr Leben. Vor allem die Industriestädte der Lausitz erwiesen sich als Hochburgen dieser Bemühungen. Aber auch nach 1933 war die südliche Region Brandenburgs das Zentrum des Arbeiterwiderstandes. Der Autor zitiert zahlreiche Prozessunterlagen, Flugblätter sowie Erinnerungsberichte von NS-Gegnern und ermöglicht so eine lebendige und ausgewogene Schilderung der Ereignisse.

 

Hans-Rainer Sandvoß war von 1977 bis 2014 Mitarbeiter sowie Stellvertretender Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand. Er ist Herausgeber der Schriftenreihe „Widerstand in Berlin 1933-1945“. Seine aktuelle Studie über den Widerstand aus der Arbeiterbewegung in der preußischen Provinz ist 2019 im Lukas Verlag erschienen, hat 623 Seiten und kostet 29,80 €.

Ingeborg Görke Foto: Frauke Borchardt

Ingeborg Görke

Acryl, Feder, Aquarell

Sonderausstellung in der Galerie Alter Laden 12.2. -  30.4. 2022

Vernissage: 12.2./ Finissage 30.4.2022

 

Manche nennen es Hobby – ich male fast jeden Tag und das seit 20 Jahren. Es ist für mich ein Lebensinhalt. Es macht mir Spaß! Ich mache Beobachtungen in der Natur und nehme Stimmungen auf. Es ist ein kreativer Prozess, in dem meine Bilder entstehen.
Ich arbeite intensiv und freue mich über gelungene Bilder. Aber ebenso entschlossen verwerfe ich Versuche, die mich nicht zufrieden machen. Gerne zeige ich meine Bilder in der Öffentlichkeit. So habe ich bereits ausgestellt: in Pritzwalk, Retzin, Großderschau und mehrmals in Kyritz. Ich lade Sie ein, meine Ausstellung zu besuchen und wünsche Ihnen dabei Spaß und Anregung.

Ingeborg Görke (85) aus Kyritz an der Knatter

Die Ausstellung wird organisiert vom Kulturverein Wusterhausen e.V.

Stella Maria Adorf (c) Stella Maria Adorf (Foto von Annemone Taake)

Aus aktuellem Anlass: Gegen die Hoffnung hoffe ich – Lesung zeitgenössischer ukrainischer Texte, Gedichte und Essays

Dienstag, 22.03.2022 um 19 Uhr


Galerie Alter Laden, Am Markt 3, 16868 Wusterhausen/Dosse
Eintritt: 6 EUR
Einlass 3G (geimpft/genesen/getestet mit Nachweis)
Moderation: Inka Thunecke, Geschäftsführerin der Phronesis Diskurswerkstatt
 
Um Anmeldung unter www.phronesis-diskurs.de/veranstaltungen oder in der Touristinfo Wusterhausen wird gebeten, da die Zahl der Plätze begrenzt ist.

 

Es liest: Stella Adorf.

Adorf ist Schauspielerin und spielt u.a. an den Münchener Kammerspielen. Sie hat in diversen Fernsehfilmen mitgewirkt wie z.B. in dem Film „Brecht“ (2019).

 

Der von Russland begonnene Krieg in der Ukraine hat viele Menschen in Europa schockiert. Aus der Perspektive Westeuropas lag die Ukraine Jahrzehnte in der Sowjetunion, war scheinbar unzugänglich. Eine Beschäftigung mit Geschichte, Literatur und Kultur war etwas für Spezialisten. Reisen in die Ukraine schienen nur etwas für Abenteurer zu sein. Spätestens seit der Orangenen Revolution 2004 änderte sich das in Deutschland ein wenig. Doch immer wieder verschwand die Ukraine aus dem tagesaktuellen Blickfeld. Seit dem 24. Februar ist uns wieder bewusst geworden, dass Kiev nur 15 Stunden von Berlin entfernt ist und der Krieg auf einmal sehr nah. Aufgrund des brutalen Angriffskrieges gegen die Zivilbevölkerung haben sich viele Menschen auf den Weg gemacht, um ein sicheres Zuhause zu finden – und täglich werden es mehr.

Den Menschen, die nach Deutschland kommen, ist diese Veranstaltung gewidmet. Krieg und Frieden, Hoffnung und Verzweiflung, Freiheit und Tod lagen in der Ukraine bereits seit 2014 mit der Besetzung der Krim nah beieinander. Schriftsteller:innen, Wissenschaftler:innen und Journalist:innen aus der Ukraine sollen an diesem Abend zu Wort kommen. Stella Adorf wird Ihnen ihre Stimme leihen und Texte, Gedichte, Essays aktueller Literatur lesen.

 

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Die Republik der Träumer – Lesung mit Stefan Jürgens

Donnerstag, 09.12.2021 um 19:00 Uhr

 

Der Schauspieler und Musiker Stefan Jürgens nahm seine Gäste am 9. Dezember auf den Tahrir-Platz in Kairo mit - mitten ins Herz des „Arabischen Frühlings“ um die Jahreswende 2010/11. Jürgens las aus dem Roman „Republik der Träumer“, in dem der ägyptische Schriftsteller Alaa Al-Aswani das Lebensgefühl, die Hoffnungen und Enttäuschungen während dieses Aufstandes vergegenwärtigt.

 

Ein außergewöhnliches Projekt der Phronesis Diskurswerkstatt.

Unterstützt vom Kulturverein Wusterhausen e.V. und dem Wegemuseum

Förderer: Die Veranstaltungen wurden aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds kofinanziert, von der Robert-Bosch-Stiftung gefördert und von der Energie Mark Brandenburg GmbH gesponsert.

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Der Tropfen weiß nichts vom Meer – Lesung mit Johanna Schall

Freitag, 03.12.2021 um 19:00 Uhr

 

Die Schauspielerin und Regisseurin Johanna Schall wird am 3. Dezember aus dem Buch „Der Tropfen weiß nichts vom Meer“ der afghanischen Schriftstellerin Mahbuba Maqsoodi lesen. Maqsoodi berichtet darin von ihrem Alltag als Mädchen in Afghanistan, von ihren Schwestern, von ihrer Flucht, und wie sie am Ende eine Heimat in Deutschland findet. Eine weibliche Perspektive, die aufgrund der aktuellen Lage in Afghanistan von besonderer Brisanz ist.

Ein außergewöhnliches Projekt der Phronesis Diskurswerkstatt.

Unterstützt vom Kulturverein Wusterhausen e.V. und dem Wegemuseum

Förderer: Die Veranstaltungen wurden aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds kofinanziert, von der Robert-Bosch-Stiftung gefördert und von der Energie Mark Brandenburg GmbH gesponsert.

Cornelia Heyse (c) Privat

Cornelia Heyse liest aus "Mit den Augen von Inana"

Lyrik und Kurzprosa von irakischen Frauen
Freitag, 20.1.2022 um 19 Uhr
Moderation: Inka Thunecke, Geschäftsführerin der Phronesis Diskurswerkstatt


Als nunmehr dritte Lesung der Reihe "Literarische Stimmen im Exil" veranstaltet die Phronesis Diskurswerkstatt aus Schönhagen am 20. Januar 2022 um 19 Uhr im Haus Am Markt 3 in Wusterhausen/Dosse eine Lesung mit der Schauspielerin und Autorin Cornelia Heyse. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Kulturverein Wusterhausen und dem Wegemuseum statt.


Mit der Lesereihe "Literarische Stimmen im Exil" wird Autoren und Autorinnen, die im Exil schreiben, von aus Theater, Film und Fernsehen bekannten Persönlichkeiten eine Stimme gegeben und die oft schwierige Situation in ihren Herkunftsländern thematisiert. Im Dezember waren bereits die Schauspielerin und Regisseurin Johanna Schall und der Schauspieler und Liedermacher Stefan Jürgens in der Galerie Alter Laden in Wusterhausen zu Gast und haben Werke aus Afghanistan und Ägypten gelesen. Nun komplettiert Cornelia Heyse, die unter dem Kurznamen Nele Heyse auch selbst schreibt und publiziert, die Reihe der Lesungen mit Texten und Gedichten von irakischen Frauen.


Frauen im Irak schreiben anders als Männer. Obwohl sie zum Teil das gleiche Schicksal erlitten haben und noch erleiden. Immer spielen Gefühle, die unterschiedlich verarbeitet werden, eine Rolle. Liebe in den Zeiten des Terrors, Auseinandersetzungen mit Gewalt, Träumen und Ängsten. Die Texte zeigen, dass Frauen anders leiden, anders empfinden und sie vor allem noch andere Formen von Gewalt ertragen müssen. Ihre Gedichte und Geschichten sind ein Aufschrei gegen die patriarchalische Gesellschaft, die sich in jüngster Zeit wieder verfestigt und die Freiräume von Frauen immer mehr einschränkt. Im Verständnis für die Lage der Frauen nehmen wir Gemeinsamkeiten und Unterschiede wahr und können so leichter auf die Menschen zugehen und sie mit unserer Geschichte und Kultur vertraut machen.


Die in Berlin und Halle lebende Schauspielerin Cornelia Heyse schreibt und publiziert auch selbst unter dem Namen Nele Heyse. Heyse war in bedeutenden Ensembles im deutschsprachigen Raum (DDR, Schweiz, BRD) in Festengagements. Seit etwa 15 Jahren ist sie freischaffend, was sie neben ihren Aufgaben in Deutschland zu Produktionen nach Israel und Italien führte. Seitdem geht sie verstärkt mit eigenen Texten an die Öffentlichkeit, ist mit Lesungen und eigenen Programmen unterwegs und gehört zum Künstlernetzwerk teatreBLAU.

 

Drei Lesungen in der Galerie Alter Laden - Ein außergewöhnliches Projekt der Phronesis Diskurswerkstatt.

unterstützt vom Kulturverein und dem Wegemuseum

10 Jahre Wegemuseum und Haus
Barbara Wolff erzählt von den Anfängen

Die beiden Sonderausstellungen im Herbst 2021 waren etwas Besonderes:

Am 9.9.2011, also vor 10 Jahren, wurde das Wegemuseum feierlich eröffnet.Gleichzeitig war damit die Sanierung des Hauses Am Markt 3 abgeschlossen, nachdem das Erdgeschoss mit Bibliothek und dem "Multifunktionsraum" bereits am 1.Juni eröffnet werden konnten.

Die erste Sonderausstellung des Wegemuseums war "Transit" mit Fotos von Barbara Wolff.

Anlässlich des 10jährigen Jubiläums entstanden nun zwei Ausstellungen:

Die Sonderausstellung "Schusterhausen, Bestandsaufnahme" zeigt wiederum Fotos von Barbara Wolff. Diesmal sind es Objektfotos,passend zum Jahresthema "Schusterhausen". (bis 20.1.2021 zu sehen)

Schlaglichter auf die Entwicklung der letzten 10 Jahre wirft die Ausstellung in der Galerie Alter Laden "10 Jahre und Haus Am Markt 3". 26 Poster zeigen Rückblicke und Ausblicke. Es werden Aktivitäten der Vergangenheit vorgestellt, aber such die vielfältigen Projekte und Zukunftspläne von Museum und Bibliothek. (bis 14.12.2021 zu sehen)

Ein Geschenk für Klaus Hoferichter zum 85.
Enthüllung der beiden neu angekauften Zeichnungen von Klaus Hoferichter